Urs Bernet gestaltet die Ausstellung «Den Körper im Blick» in der Universitätsbibliothek Bern

Antike Statuen sind Abbilder des idealen menschlichen Körpers. In der Renaissance entstehen erste Körperatlanten. Und 2004 gelingt die vollständige Entschlüsselung des menschlichen Genoms. Dies sind drei Fixpunkte in der Ausstellung «Den Körper im Blick», die bis Mitte März in der Berner Bibliothek Münstergasse zu sehen ist. Thema ist das Sichtbarmachen des menschlichen Körpers.

Fotos: Stephanie Tremp, Zürich

In der Medizin haben bildgebende Verfahren im Lauf der Geschichte zwei Zwecken gedient: Zum einen ging es darum, die Körperfunktionen zu verstehen. Zum anderen hat man sich bemüht, zu Lehrzwecken das Unsichtbare sichtbar zu machen. Die Ausstellung im Gewölbekeller der Berner Bibliothek Münstergasse bietet eine Zeitreise von der Antike bis in die Gegenwart. In chronologischer Abfolge illustrieren Beispiele, wie sich die Methoden verfeinert haben. In der Antike schuf man lebensgrosse Statuen. Heute hat die Medizin die Grenze der Sichtbarkeit überschritten und der Organismus wird über abstrakte Buchstabenkombinationen erschlossen.

Highlight der Ausstellung ist der grossformatige Körperatlas aus dem Jahr 1759 von Jaques Gautier d'Agoty. Besonders interessant sind auch die Zeichnungen von Fritz Kahn, der 1926 den menschlichen Körper als Industriepalast darstellte.

Projektleitung: Elio Pellin

Kurator: Andreas Schwab

Gestaltung: Urs Bernet

Universitätsbibliothek Bern, Bibliothek Münstergasse, Münstergasse 63, 3001 Bern

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 8 bis 21 Uhr; Samstag 8 bis 17 Uhr; Sonntag 9 bis 17 Uhr

Eintritt frei

Informationen zu Ausstellung und Veranstaltungsprogramm: www.unibe.ch