Ein Buchumschlag, der einen Lebenslauf erzählt

Der Umschlag zur Festschrift zum 60. Geburtstag des Archäologen Andreas Heege ziert ein Mosaik. Nicht nur der visuelle Reiz einer Bildkombination oder die Verbindung zum Thema Archäologie, sondern auch die interdisziplinäre Arbeitsweise sowie die berufliche Laufbahn des Jubilaren haben Urs Bernet veranlasst, das Umschlagbild in der Form eines Mosaiks zu gestalten.

Andreas Heege, Vom Bodenfund zum Buch, Historische Archäologie

Die Festschrift «Vom Bodenfund zum Buch» ist Ende 2017 im Rudolf Habelt Verlag in Bonn erschienen.

Markenzeichen von Andreas Heeges zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen ist das ganzheitliche Denken und das Heranziehen aller verfügbaren Quellen. Die fächerübergreifende Perspektive ist auch ein Merkmal der zweibändigen Monografie «Keramik aus Langnau», die die Büchermacher für den Archäologen gestaltet haben. Darin beleuchtet Andreas Heege nicht nur kunstgeschichtliche Fragen, sondern legt auch eine Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Langnauer Hafnereigewerbes zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert vor.

Die Festschrift «Vom Bodenfund zum Buch» versammelt Beiträge von über 30 Autorinnen und Autoren. Der beruflichen Laufbahn von Andreas Heege folgend, behandeln sie Themen von den Niederlanden bis nach Jordanien, von der Steinzeit bis zur Neuzeit, aus der Kunst- und Kunstgeschichte, der Archivforschung, den Naturwissenschaften und natürlich der Archäologie selbst.

Das Mosaik ist aus drei Abbildungen zusammengesetzt. Mit ihren unterschiedlichen Illustrationsformen und Farben ergeben sie ein vielschichtiges Bild, das auf Meilensteine in Andreas Heeges beruflicher Laufbahn verweist.


Andreas Heege, Vom Bodenfund zum Buch, Historische Archäologie

Keramiken der jungsteinzeitlichen Rössener Kultur, die Andreas Heege im Rahmen einer Lehrgrabung 1989/90 in Grossenrode (D) barg.

Andreas Heege, Vom Bodenfund zum Buch, Historische Archäologie

Teller aus dem ersten Drittel des 17. Jahrhunderts aus Einbeck (D), wo Andreas Heege von 1991 bis 2002 als Stadtarchäologe arbeitete.

Andreas Heege, Vom Bodenfund zum Buch, Historische Archäologie

Der «Wissenschaftler-Teller» aus 1794, der Andreas Heege in seiner 2017 erschienen Monografie «Keramik aus Langnau» beschrieb. Der Teller trägt den Spruch, «Wenn einer oft zu hoch studiert, dass ihm der Kopf zu grossen wird, stoss er ihn auf der Baren hin, bis er in ferner br(a)uchen will».